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Kategorie: Kurzgeschichten und Hörspielvorlagen

Ein Abend voller Lacher, Musik und Alltagssatire

Du möchtest ein abendfüllendes Kabarettstück schreiben?

Dann bist du hier genau richtig!
Wir zeigen dir, wie du aus alltäglichen Beobachtungen, witzigen Missverständnissen und charmanten Pointen ein ganzes Bühnenprogramm erschaffst – inklusive eigener Songs, die dein Publikum zum Lachen, Schmunzeln und Mitwippen bringen.

In den ersten zwei Kapiteln erhältst du einen exklusiven Einblick in die Entstehung eines echten Kabarett-Abends:
von der ersten Idee über den szenischen Aufbau bis hin zu den musikalischen Momenten mit Gitarre und Augenzwinkern.
Du lernst, wie du Alltagssituationen so erzählst, dass sich jeder darin wiederfindet – humorvoll, ehrlich und mit dem gewissen Charme, der dein Publikum sofort auf deine Seite zieht.

Das komplette Bühnenstück – inklusive aller Texte, Übergänge und Songs – steht dir anschließend im Mitgliederbereich zur Verfügung. Dort erhältst du zusätzlich Tipps zur Regie, zum Timing auf der Bühne und zur musikalischen Gestaltung deiner Nummern.

Mach dich bereit für deinen eigenen Kabarett-Abend – authentisch, musikalisch und garantiert voller Lacher!

Das echte Leben, analog und in Farbe

Erste Szene

(Der Vorhang geht auf. Leichtes Licht. Du trittst auf, lächelnd, mit einem kleinen Kopfnicken zum Publikum. Du stellst dich in die Mitte, schaust dich langsam um, nimmst das Bühnenbild wahr: Sessel, Pflanzen, Gitarre, Fernseher…)

Einzeldialog
„Also… willkommen in meinem Wohnzimmer. Ja, das ist kein Bühnenbild – das ist wirklich mein Wohnzimmer. Ich hab nur Sie als Publikum hergeschleppt, damit endlich mal jemand lacht, wenn ich mit meinen Zimmerpflanzen rede.“

(kurze Pause für Lacher)

„Ich hab mir gedacht: Wenn andere das können, dann kann ich das auch. Nur… ohne diese langen Haaren oder “altes” Gesicht. Bei mir keinen Scheitel inzwischen am Nacken an – das ist nicht mehr Frisur, das ist Geografie!“

(Du gehst langsam zum Sessel, setzt dich gemütlich, schaust zum Fernseher)

„Ich wollte eigentlich mit einem ernsten Thema beginnen: dem Leben. Also… dem echten Leben. Nicht das, was uns Instagram verkauft. Da wachen die Leute morgens auf, sehen aus wie frisch gebügelt und haben beim Zähneputzen schon ein Sixpack. Ich wache auf – und mein Spiegel sagt: ‚Error 404 – Gesicht nicht gefunden.‘“

(Lacher abwarten, lässig aufstehen, kleine Runde drehen)

„Aber das ist ja das Schöne am Alltag – jeder hat ihn, keiner will ihn, und trotzdem reden alle drüber. Und die besten Geschichten passieren immer dann, wenn man eigentlich seine Ruhe haben möchte. –  Wie zum Beispiel… beim Einkaufen! Da trifft man ja grundsätzlich Menschen, die man nicht treffen will. Ich geh nur schnell rein, hol Milch – zack, steht da die Nachbarin, die unbedingt erzählen muss, dass ihr Hund jetzt vegan lebt.“

(leicht kopfschüttelnd)
„Ich sag: ‚Aha… und wie schmeckt ihm das Gras?‘ – ‚Super! Nur bei der Leberwurst hat er noch Rückfälle!‘“

(Publikum lacht – du greifst zur Gitarre, setzt dich leicht auf das Sofa)

Du (weiter):
„Und genau da fängt mein erster Song an. Ich hab ihn genannt: ‚Der Alltag hat Humor‘.
Weil – wenn man sich über den Wahnsinn nicht lustig macht, dann muss man ja weinen. Und das ist schlecht für die Gitarre – die verträgt keine Tränen.“

(Du schlägst ein paar Akkorde an – das Publikum ist ruhig.)

Übrigens das ist ja das Schöne am Alltag: Man erlebt ständig Dinge, die man eigentlich gar nicht erleben will – und hinterher hat man was zu erzählen.
Ich mein… jeder von uns hat doch diese kleinen Momente, wo man denkt: „Das kann jetzt nicht wahr sein!“
Wie zum Beispiel beim Einkaufen. Ich gehe als in einem kleinen Laden bei mir um die Eckerein und will nur Milch holen – und steh plötzlich da, mit einem Wagen voller Zeug, das ich nicht mal kenne. Quinoa, Duschgel mit „Nordsee-Energie“, und irgend so ein Brot, das aussieht, als wär’s schon mal gegessen worden.

(kurze Pause für Lacher)

Und dann – der Klassiker: man trifft jemanden, den man kennt.
Aber nicht gut genug, um ehrlich zu sagen: „Du, ich hab keine Lust zu reden.“
Also lächelt man höflich, hört sich 20 Minuten an, wie der Hamster der Enkelin jetzt Yoga macht – und denkt sich nur: „Bitte, irgendwo zwischen den Sonderangeboten möge sich eine Falltür auftun…“

(du greifst locker zur Gitarre, stimmst sie kurz)

Ja… und genau aus solchen Momenten entstehen meine Lieder.
Denn – mal ehrlich – das Leben ist eine Comedyshow, bei der keiner weiß, ob er Hauptdarsteller oder Statist ist.
Und wenn’s mal nicht so läuft, dann hilft mir eins: Musik.

(du schlägst einen ersten Akkord an)
Ich hab da was geschrieben – über genau diese kleinen Katastrophen des Alltags.
Der Song heißt:
„Ich wollte nur Milch holen.“

(du lächelst ins Publikum, spielst die ersten Takte – Übergang in den ersten musikalischen Teil des Abends)

Song: „Ich wollte nur Milch holen“
Songstruktur mit Akkorden

Intro (2 Takte, locker anschlagen)

G – C – G – D
(Kleines Zwinkern ins Publikum)


Strophe 1

G                                        C
Ich steh im Supermarkt, ganz frisch motiviert,
G                                   D          
hab mir geschwor’n: heut wird nix probiert.
G                                             C
Nur Milch wollt ich kaufen, ganz unspektakulär,
Em                                                         D 
doch der Einkaufswagen denkt sich: „Da geht noch mehr!“

G                                                    C
Zwischen Chips und Shampoo, da bin ich schwach,
Am                                                D
und plötzlich ruft ein Joghurt: „Probier mich doch, ach!“
G                                             C
Zack – schon voll bis oben, ich kann’s nicht versteh’n,
Em                                          D      
ich kam mit ’nem Plan und geh mit zehn!


Refrain

G                                              C
Ich wollte nur Milch holen – doch schau mich mal an,
G                                                 D 
jetzt trag ich Avocados und ’n Waffeleisen dran.
G                                                C  
Ich wollte nur Milch holen – bin Opfer der Regie,
Em                                         A7                                        D
von dieser stillen Stimme: „Nimm zwei, zahl drei!“ – die lügt nie!


(Zwischenspiel: G – C – G – D – leicht „swingend“)


Strophe 2

(gleiche Akkordfolge wie Strophe 1)

An der Kasse dann, da geht’s erst richtig los,
vor mir zählt jemand Kleingeld – und das endlos groß.
Hinter mir steht ’ne Dame mit strengem Blick,
die riecht nach Parfum und passivem Konflikt.

Ich lächle charmant, sag: „Ich hab Zeit!“
Doch innerlich koch ich – es ist so weit!
Ich wollt nur Milch – jetzt krieg ich Migräne,
vom Piepen der Kasse und Rabattmarken-Szenen.


Refrain (wie oben)

Bridge (gesprochen, leichtes Strumming)

C
Und daheim frag ich mich dann:
G
„Wieso hab ich eigentlich ’ne Hundeleine gekauft…“
A7
„…wenn ich gar keinen Hund hab?“
D
Aber hey – war im Angebot!

(Publikum lacht – dann 2 Takte G-D zur Überleitung)


Refrain (Finale)

G                                                C
Ich wollte nur Milch holen – so fing’s mal an,
G                                          D
jetzt kauf ich aus Prinzip, was ich nicht brauchen kann.
G                                               C
Ich wollte nur Milch holen – ich schwör’s beim Regal,
Em
der Alltag ist ’n Abenteuer,
A7                   D 
und das ganz ohne Wahl!


Coda (Abschluss)

G                                                C
Also Leute, wenn ihr morgen Milch holen geht,
Em
nehmt besser keinen Wagen –
A7                          D    G
sonst ist’s wieder zu spät!

(Letzter Akkord G – leicht ausklingen lassen, kleiner Blick ins Publikum)

Tipp für den Vortrag:
  • Lass nach jeder Pointe kurz Raum für Lacher.

  • Betone rhythmisch die Reimworte („motiviert“, „probiert“, „Regie“).

  • Zwischen den Strophen kannst du kleine spontane Kommentare einbauen („Ja, ich weiß, ihr kennt das auch…“) – das hält die Nähe zum Publikum.

Szene 2 – „Technik im Alltag – das smarte Zuhause“

(Applaus nach dem Song. Du lächelst, wartest kurz, nimmst einen Schluck Wasser und stellst die Gitarre beiseite. Dann lehnst du dich leicht vor und beginnst mit einem schelmischen Blick ins Publikum.)

DU:
Ja… ich wollte nur Milch holen.
Und jetzt will ich nur… mein Licht ausschalten.
Klingt harmlos, oder?

(Pause – Publikum lacht erwartungsvoll)

Ich hab mir nämlich so ein „smartes Zuhause“ zugelegt.
Also, so richtig modern. Mit App, Sprachsteuerung und künstlicher Intelligenz.
Früher war ich der Chef in meiner Wohnung – heute muss ich mich bei meinem Thermostat anmelden!

(du machst eine Geste wie mit Handy in der Hand)
„Guten Morgen, lieber Benutzer. Bitte geben Sie Ihr Passwort ein, um das Fenster zu kippen.“

Ich sag: „Ich will doch nur lüften!“
Antwort: „Falsches Passwort.“

(Pause, Kopfschütteln)

Ich hab neulich zu meiner Lampe gesagt: „Alexa, Licht an.“
Und sie antwortet: „Es gibt mehrere Geräte, welches meinen Sie?“
Ich sag: „Das, das dunkel ist!“
Und sie: „Das hab ich nicht verstanden.“

(Publikum lacht – du gehst leicht im Bühnenraum hin und her)

Und dann dieser Fernseher – der ist so smart, der weiß, was ich sehen will.
Also… theoretisch.
Praktisch schlägt er mir Sachen vor wie:
„Weil Sie gestern Nachrichten gesehen haben, könnten Ihnen auch romantische Komödien mit Til Schweiger gefallen.“

Ich sag euch: Wenn der Fernseher mich irgendwann „Papa“ nennt, zieh ich aus.

(Pause – du gehst zum Sofa, setzt dich lässig hin)

Und der Kühlschrank!
Der redet mit mir!
Der hat so eine Kamera drin, die sieht, was fehlt.
Neulich sagt der ernsthaft: „Ihre Milch ist abgelaufen.“
Ich sag: „Ich weiß, ich war dabei!“

(Lacher abwarten – du zeigst auf den Fotoapparat oder Fernseher)

Das ist das Problem mit dieser ganzen Smart-Technik:
Sie weiß alles – aber versteht nix.
Ich hab mal aus Spaß gesagt: „Alexa, spiel was Romantisches.“
Und sie fängt an: ‚The Final Countdown‘.
Das war dann auch das Ende der Romantik.

(Publikum lacht – du nimmst wieder die Gitarre zur Hand)

Und weil man ja mit der Technik nicht nur kämpft, sondern sich irgendwann auch mals was vernüftiges ergibt, hab ich auch dazu ein Lied geschrieben.
Es heißt: „Mein Haus ist klüger als ich.“

(Du lächelst, zupfst die ersten Akkorde an, ganz ruhig und ironisch.)

Song: „Mein Haus ist klüger als ich“

Titel: „Mein Haus ist klüger als ich“

Tonart: G-Dur
Tempo: ca. 110 BPM – gemütlicher Shuffle
Stil: Akustische Comedy-Ballade mit Augenzwinkern


Akkorde:

G – C – D – Em – Am – A7


Intro:

(Locker anschlagen, kleine Pause vor dem Gesang)
G – C – G – D


Strophe 1:

G
Ich komm nach Hause, und das Haus sagt „Hi!“,
C
ich denk: „Na super, jetzt redet’s schon dabei.“
G
Der Toaster piept, der Staubsauger singt,
D
mein WLAN blinkt – und ich weiß nicht, was es bringt.

G
Mein Kühlschrank lacht: „Na, wieder spät?“
C
und fragt mich, ob’s noch Pizza gibt. Zu spät!
Em
Ich wollt nur kurz die Heizung drehn,
A7
jetzt muss ich erst ein Update sehn.


Refrain:

G
Mein Haus ist klüger als ich –
C
das merkt man jeden Tag, ganz fürchterlich.
Em
Ich sag „Licht an!“, es fragt „Warum?“
A7
und zeigt mir stolz das Energie-Volumen.
G
Mein Haus ist klüger als ich –
C
doch wenn der Strom mal weg ist,
D
dann frag ich’s: „Und jetzt?“ –
und’s sagt nix!


Zwischenspiel:

(kurzes instrumentales Zwinkern)
G – C – G – D


Strophe 2:

G
Mein Spiegel scannt mein Morgen-Gesicht,
C
und zeigt mir Werte – nur schön sind sie nicht.
G
Er sagt: „Stresslevel: Acht von Zehn!“
D
Ich sag: „Wart mal kurz – ich muss erstmal Kaffee sehn!“

G
Die Kaffeemaschine, auch voll vernetzt,
C
hat heut’ Nacht ein Update gesetzt.
Em
Jetzt macht sie keinen Kaffee mehr,
A7
sie streamt nur noch Musik von Spotify her.


Refrain:

G
Mein Haus ist klüger als ich –
C
es redet mehr mit mir als du und ich.
Em
Es weiß, wann ich schnarche, wann ich steh,
A7
und wann ich heimlich Chips ess – oh je!
G
Mein Haus ist klüger als ich –
C
doch wenn das WLAN spinnt,
D
dann sitzt es da – und schaut mich an –
wie ich fluch!


Bridge (gesprochen über leise Gitarrenakkorde):

C
Neulich fragt mich mein Smart-TV:
„Möchten Sie den Abend wie gestern gestalten?“
Ich sag: „Nee, gestern war Stromausfall!“

G
Und mein Staubsauger-Roboter fährt jeden Tag
D
die gleiche Strecke – treu, wie ein Dackel auf Valium.

(Publikum lacht – dann wieder singen)


Refrain (Finale):

G
Mein Haus ist klüger als ich –
C
doch Herz hat’s keins, da bin ich froh für mich.
Em
Denn wenn ich mal einfach Ruhe will,
A7
dann sing ich laut, ganz analog und still:
G
Mein Haus ist klüger als ich –
C
doch eins weiß ich genau:
D – G
Stromausfall… ist mein Freiheitsgefühl!

(letzter Akkord ausklingen lassen – Lächeln, Blick ins Publikum, Applaus genießen)

Tipp für die Performance:

  • Du kannst vor dem letzten Refrain das Publikum ansprechen:
    „Kennt ihr das auch? Diese Geräte, die einen verbessern wollen – aber man versteht sie nicht mal?“

  • Wenn du magst, kannst du zwischen Refrains kleine spontane „Smart-Home“-Dialoge einbauen („Alexa, mach den Applaus lauter!“).

Alle Rechte vorbehalten. Dieses Skript darf nur zu Studienzwecken verwendet werden. Keine Aufführungsrechte!

Das komplette Skript siehst du in unserem Memberbereich….

Autoren- und Regieanmerkung (Konzept & Einstieg)

Thema und Stil:
Das Programm behandelt alltägliche Begebenheiten aus dem Leben, in denen sich das Publikum wiedererkennt. In satirischer, humorvoller Weise werden typische Situationen und menschliche Eigenheiten beleuchtet. Zwischen den gesprochenen Sequenzen greift der Künstler immer wieder zur Gitarre und präsentiert selbstkomponierte Lieder, die thematisch an die jeweiligen Szenen anschließen. Die Mischung aus Beobachtungsgabe, Wortwitz und musikalischer Einlage soll Nähe, Authentizität und Leichtigkeit erzeugen.

Bühnenbild:
Beim Öffnen des Vorhangs sieht das Publikum eine wohnliche Szene:
Ein bequemer Sessel, zwei Grünpflanzen, eine Gitarre auf einem Ständer, ein Fotoapparat auf einem Tisch und ein paar Zeitschriften (symbolisch für Erinnerungen und das Einfangen des Alltags), ein Sofa, ein freistehender Fernseher sowie eine Musikanlage.
Der Raum soll das Gefühl eines persönlichen Wohnzimmers vermitteln – ein Ort, an dem man über das Leben sinniert, lacht und musiziert.

Einstieg:
Der Künstler betritt unter Applaus die Bühne, begrüßt das Publikum und beginnt mit einer humorvollen, sprachlich lebendigen Einleitung. Das erste Thema sollte ein alltägliches Phänomen sein, mit dem sich die meisten identifizieren können – etwa Morgenrituale, Einkaufen, Fernsehen, Nachbarn oder der Kampf mit der modernen Technik.
Der Einstieg soll zugleich die Atmosphäre auflockern und den Ton für den Abend setzen: charmant, selbstironisch, pointiert und nah am Leben.

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